Emails weiterleiten und Email-Aliase
Hinweis: Die fiktive Doamin "domain.nam" steht für Ihren eigenen Domainnamen.
Allgemeines über Email-AliaseAusser Ihrem POP-Account können Sie auch andere Emailadressen in Zusammenhang mit Ihrer Domain verwenden (z.B. info@domain.nam).Solche zusätzlichen Emailadressen werden Email-Alias genannt. Emails, die an einen Email-Alias gesendet werden, können entweder auf Ihrem POP-Account ausgeliefert werden oder sie werden an eine externe Emailadresse weitergeleitet. Für die Verwaltung der Email-Aliase gibt es die Datei ".redirect", die sich ihn Ihrem Home-Verzeichnis befindet. Alle Email-Aliase, die Sie als Absender verwenden wollen, müssen in der Datei .redirect angemeldet werden. Die Datei .redirect kann mit unserem Weiterleitungs-Editor oder per Telnet bearbeitet werden oder Sie können die Datei per FTP hochladen. Änderungen in der Datei .redirect brauchen eine Viertelstunde, bis sie wirksam werden.
Aufbau der Weiterleitungsdatei .redirect(Ersetzen Sie "domain.nam" jeweils durch Ihren Domainnamen und "user" durch Ihren User-Namen)Die .redirect-Datei enthält für jeden Email-Alias Ihrer Domain eine Zeile, in der zuerst der Name des Email-Aliases (ohne @domain.nam) steht, dann einen Leerschritt und dann die Email-Adresse, an die umgelenkt werden soll. Syntax:
name mail@adress.nam Beispiel für eine .redirect-Dateiinfo user@domain.nam peter peter@t-online.de alfred 73433.452@compuserve.com laura laura@aol.com default user@domain.nam So wird die Email an alfred@domain.nam zu 73433.452@compuserve.com weitergeleitet, usw. Alle Email, die nicht an alfred und laura geht, wird an domain@domain.nam weitergeleitet. Das bedeutet in diesem Beispiel, daß die zentrale Mail direkt auf dem Server abgeholt wird.
Info! In Zusammenhang mit manchen kostenlosen Emailaccount-Anbietern kann es zu Problemen mit der Umleitung kommen.
Email-Aliase als Absenderadressen verwendenAlle verwendeten Absenderadressen (z.B. info@domain.nam) müssen in der Datei .redirect eingetragen werden.Wenn Sie die Absenderadresse in Zusammenhang mit Ihrem POP-Account verwenden wollen, tragen Sie als Zieladresse Ihren POP-Account ein. Beispiel: info user@domain.nam webmaster user@domain.nam default-ZeileIn der letzten Zeile der Datei .redirect befindet sich ein Eintrag mit "default" am Anfang. Diese Zeile steuert die Emails für alle denkbaren Emailadressen, die in Ihrer .redirect nicht extra erwähnt werden.Normalerweise ist die Ziel-Emailadresse dieser Zeile Ihr POP-Account. Sie können auch die zentrale Mail umlenken lassen, z.B.
default peter@t-online.de Bedenken Sie jedoch, dass dann auch der gesamte Spam an die andere Adresse weitergeleitet wird. Das kann einen externen Mail-Account überfordern und sogar zu einer Sperre führen, weil unser Server dann als Spam-Server interpretiert wird. Heutzutage ist es besser, wenn man die ungezielten Emails an beliebige Empfänger per "User unknown"-Meldung ablehnen lässt. Geben Sie dazu folgende Zeile ein:
default error:nouser User unknown Die Zeile mit dem default-Eintrag muß immer ganz am Ende der .redirect-Datei stehen. Eine Email-Adresse an mehrere Empfänger umleitenSie können eine Email-Adresse auch an mehrere Empfänger umleiten. Geben Sie dazu eine weitere Email-Adresse getrennt durch ein Komma (,) ein.
info domain@domain.nam,peter@t-online.de Diese Funktion geht häufig nicht mit manchen Umleitservice-Email-Adressen. Verwenden Sie als Empfänger der umgeleiteten Email-Adresse nur echte POP3-Accounts, z.B. t-online, aol. Das Weiterleiten an mehrere Email-Adressen funktioniert nur bei maximal 2-3 Emailadressen. Verwenden Sie bei mehr Empfängern eine Maillist, um eine Adresse an mehrere Empfänger umzuleiten. Weitere InformationenFür den normalen Email-Empfang können Sie auch Email-Adressen verwenden, die nicht in der .redirect-Datei eingetragen sind (z.B. test@domain.nam). Diese werden dann an die Zieladresse des default-Eintrags ausgeliefert. Heutzutage wird von dieser Vorgehensweise jedoch eher abgeraten, weil die beliebigen Emailadressen des default-Eintrags massenhaft Spam anziehen. (Siehe: Handbuch: Spam-Bekämpfung) Emailadressen, die sie in CGI-Scripts verwenden wollen, müssen jedoch eine eigene Zeile in der .redirect haben. Wenn ein CGI-Script eine Email an eine Email-Adresse schicken soll, die über den default-Eintrag umgeleitet wird, kommt es zu einem Internal Server Error. Wichtig! Alle verwendeten Email-Adressen eintragen!
Hochladen der Weiterleitungsdatei per FTPDie Datei .redirect ist auf einigen unserer Server für FTP-Programme unsichtbar.Sie können die Datei .redirect dennoch per FTP hochladen. Gehen Sie folgendermassen vor:
Nach dem Hochladen können Sie die Datei nicht sehen, weil sie unsichtbar ist.
Bearbeiten der Weiterleitungsdatei per TelnetDie Datei .redirect kann per Telnet bearbeitet werden. Mit einem normalen ls-Befehl ist sie nicht sichtbar, da sie durch den Punkt am Anfang verborgen ist. Sie können jedoch eingeben:
ls -l .redirect Dann sehen Sie, ob die Datei vorhanden ist, und wie groß sie ist. Zum Ansehen der Datei wählen Sie den Befehl:
cat .redirect .redirect-Datei direkt auf dem Server bearbeitenWenn Sie die Datei ganz neu schreiben wollen, können Sie sie direkt auf dem Server bearbeiten, allerdings dürfen Sie sich hierbei nicht vertippen. Geben Sie ein:
cat > .redirect Als letzte Zeile muß unbedingt eine default-Adresse eingeben, an die alle nicht aufgeführten Email-Adressen umgelenkt werden sollen. Sie kommen dann in eine leere Zeile, in die Sie neue Einträge eingeben können. Mit der Entertaste erzeugen Sie eine neue Zeile und mit Strg+C in einer neuen leeren Zeile beenden Sie die Eingabe. Falls Sie sich vertippen, brechen Sie mit Strg+C ab, ohne eine neue Zeile zu erzeugen. Die letzte Zeile wird dann nicht gespeichert. Zum Bearbeiten der Datei .redirect können Sie auch den Texteditor "pico" verwenden. Geben Sie ein: pico .redirectStrg + o speichert die Datei Strg + x beendet das Editor-Programm
Siehe auch |